Rezension: What Price Glory (1952)
John Fords Remake des Stummfilmklassikers „What Price Glory“ ist ein eigenwilliger Mix aus rauem Kriegsdrama und burlesker Komödie, der die Absurdität des Militärlebens betont. James Cagney und Dan Dailey spielen die ewigen Rivalen Captain Flagg und Sergeant Quirt, deren erbitterte Fehde um die Gunst der verführerischen Charmaine (Corinne Calvet) sich vor der brutalen Kulisse des Ersten Weltkriegs fortsetzt.
Fords Stärke liegt in der Darstellung der kameradschaftlichen Dynamik und des absurden militärischen Alltags jenseits der Schützengräben. Die actionreichen Gefechtsszenen sind solide inszeniert, doch der Film verliert sich stellenweise in langatmigen musikalischen Einlagen (Dailey war auch Song-and-Dance-Man), die den ernsteren Unterton unterbrechen. Cagneys energiegeladene Präsenz trägt die Handlung, auch wenn das Drehbuch an Tiefe mangelt.
Fazit: Ein unterhaltsamer, aber tonal uneinheitlicher Film. Mehr eine Studie über männliche Rivalität und militärische Kameradschaft als ein packendes Antikriegsdrama. Für Fans von Cagney und Fords Werk dennoch sehenswert.
Hauptdarsteller: James Cagney, Dan Dailey, Corinne Calvet
Regie: John Ford
IMDb-Bewertung: 6,4/10