Rezension: The Day After (1983)
„The Day After“ war ein televisionäres Ereignis, das 1983 über 100 Millionen Zuschauer schockierte und die atomare Paranoia des Kalten Krieges bis in die US-Livingrooms trug. Regisseur Nicholas Meyer inszeniert den Atomkrieg nicht als Spektakel, sondern als grausamen, bürokratischen Kollaps des Alltags in Lawrence, Kansas.
Der Film folgt verschiedenen Bürgern (u.a. Jason Robards, JoBeth Williams) vor, während und nach dem nuklearen Schlagabtausch. Seine immense Wirkung erzielt er durch die Konzentration auf das Unmittelbare und Persönliche: den Blick aus dem Fenster auf den Atompilz, den verzweifelten Kampf um Wasser und den langsamen, qualvollen Tod durch Strahlenkrankheit. Die Spezialeffekte waren für das Fernsehen bahnbrechend.
Fazit: Mehr erschütterndes Lehrstück als komplexes Drama, war „The Day After“ eine politische Bombe, deren Wirkung seine künstlerischen Grenzen überstrahlt. Er bleibt ein erschreckend nüchternes und einflussreiches Stück Zeitgeschichte.
Hauptdarsteller: Jason Robards, JoBeth Williams, Steve Guttenberg
Regie: Nicholas Meyer
IMDb-Bewertung: 7,5/10