Rezension: Regression (2015)
Alejandro Amenábars „Regression“ ist ein ambitionierter, aber letztlich enttäuschender Thriller, der die „Satanic Panic“ der 1990er Jahre in den USA aufgreift. Ethan Hawke spielt Detective Bruce Kenner, der den Fall eines traumatisierten Mädchens (Emma Watson) untersucht, das ihren Vater (David Dencik) des rituellen Missbrauchs beschuldigt. Der Film nutzt zunächst geschickt ein beklemmendes Unbehagen und spielt mit der Frage nach realem Trauma oder kollektiver Hysterie.
Die düstere, kalte Atmosphäre und Hawkes engagierte Leistung tragen den ersten Akt. Doch statt eine klare psychologische oder gesellschaftliche These zu verfolgen, verliert sich der Film in halbherzigen Horror-Elementen und einem wirren, unbefriedigenden Finale, das die aufgebauten Spannungsbögen nicht auflöst. Amenábars Versuch, ein komplexes Thema zu behandeln, endet in narrativer Beliebigkeit.
Fazit: Ein optisch stimmiger, inhaltlich aber gescheiterter Film, der sein interessantes historisches Sujet verschenkt. Für Fans des Genres ein schwacher Amenábar.
Hauptdarsteller: Ethan Hawke, Emma Watson, David Thewlis, David Dencik
Regie: Alejandro Amenábar
IMDb-Bewertung: 5,7/10