Die Brücke von Arnheim
Rezension: A Bridge Too Far (1977)
Richard Attenboroughs „A Bridge Too Far“ ist ein monumentales, nüchternes Antikriegsepos, das die gescheiterte alliierte Luftlandeoperation „Market Garden“ im September 1944 mit beispiellosem Detailreichtum und einem All-Star-Ensemble nachzeichnet. Der Film zeigt minutiös die Planung, den heroischen Einsatz und das schrittweise Scheitern der Offensive, die eine Brücke „zu weit“ zum Ziel erklärte.
Die Stärke liegt in der sachlichen, unheroischen Darstellung von Krieg als kolossalem organisatorischem und menschlichem Versagen auf allen Seiten. Attenborough verwebt zahlreiche Handlungsstränge – von britischen, amerikanischen und polnischen Fallschirmjägern bis zu deutschen Verteidigern – zu einem komplexen, doch stets fassbaren Ganzen. Die Actionszenen sind gewaltig und realistisch, die Stimmung zunehmend düster und hoffnungslos.
Fazit: Ein langer, fordernder, aber äußerst beeindruckender Film, der dem historischen Drama durch seine epische Breite und objektive Haltung große Authentizität verleiht. Ein Meilenstein des Kriegsfilms.
Hauptdarsteller: Dirk Bogarde, James Caan, Michael Caine, Sean Connery, Edward Fox, Anthony Hopkins, Gene Hackman, Laurence Olivier, Ryan O’Neal, Robert Redford
Regie: Richard Attenborough
IMDb-Bewertung: 7,4/10