Der Poseidon-Anschlag Teil 1

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Wolf Petersens Katastrophenremake „Poseidon“ (2006) ist vielen ein Begriff, doch nur wenige kennen den direkten TV-Vorläufer, der ein Jahr zuvor erschien: „Der Poseidon-Anschlag“ (Originaltitel: „The Poseidon Adventure“) aus dem Jahr 2005. Diese für das Fernsehen produzierte Neuauflage des klassischen Stoffes tauscht die Naturgewalt der Welle gegen einen terroristischen Akt und liefert damit ein interessantes, wenn auch stark durchschnittliches Katastrophendrama ab.

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Die Grundpremisse bleibt gleich: Ein luxuriöses Kreuzfahrtschiff, die „Poseidon“, wird auf hoher See attackiert. Statt eines riesigen Tsunamis ist es hier jedoch eine Gruppe Terroristen, die das Schiff kapern und eine Bombe im Rumpf zünden. Das Resultat ist dasselbe: Das Schiff kentert, und eine bunt zusammengewürfelte Gruppe von Passagieren muss den Weg vom feststeckenden Ballraum zum vermeintlich rettenden Rumpf nach oben erkämpfen.

Die Stärken des Films liegen eindeutig in seinem konzeptionellen Ansatz. Der Wechsel von einem „Act of God“ zu einem menschlich-motivierten Anschlag verleiht der Geschichte eine zeitgemäßere, politisch aufgeladene Dringlichkeit. Die Charaktere, darunter ein ehemaliger Feuerwehrmann (Adam Baldwin), eine alleinerziehende Mutter (Rutger Hauer in einer ungewöhnlichen Rolle) und ein mysteriöser Geheimdienstmann, sind klischeehaft, aber funktional. Die Spannung entsteht weniger durch die pure Überlebens-Odyssee als durch die Jagd- und Verfolgungsdynamik, da die Terroristen die Überlebenden aktiv verfolgen.

Leider leidet der Film massiv unter den typischen Limitierungen eines TV-Produkts. Die Spezialeffekte, insbesondere die Kenterszene, wirken angesichts des damaligen Standes der Technik bereits bei Ersterscheinen dated und computergeneriert. Die Dialoge sind oft hölzern und vorhersehbar, und die Charakterentwicklung bleibt an der Oberfläche. Die Action wirkt gelegentlich hölzern, und es fehlt das opulente, cineastische Flair, das Wolfgang Petersens Version trotz aller Schwächen auszeichnete. Die Dramaturgie folgt streng dem Schema „Flucht – Hindernis – Opfer – nächstes Hindernis“, ohne größere Überraschungen.

Fazit: „Der Poseidon-Anschlag“ von 2005 ist ein solides, aber vergessliches TV-Event. Die Idee, den Klassiker mit einem terroristischen Plot zu modernisieren, ist interessant und spiegelt die Ängste der Post-9/11-Ära wider. In der Ausführung bleibt der Film jedoch in den Gewässern der Durchschnittlichkeit stecken. Er bietet unterhaltsame, spannungsgeladene 90 Minuten für Genre-Fans, kann aber weder das Original von 1972 noch das teure Remake von 2006 ernsthaft Konkurrenz machen. Ein kurzweiliger, wenn auch schnell wieder verpuffender Katastrophenfilm für einen entspannten Fernsehabend – nichts mehr, aber auch nichts weniger.

 


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