Dark Skies“ von Regisseur Scott Stewart ist ein smarter und ungewöhnlich geduldiger Genre-Mix, der die Familien-Dramatik eines „Familienschreck“ geschickt mit der unheimlichen Bedrohung eines klassischen Alien-Invasionsfilms verwebt. Statt auf plumpen Schock setzt der Film auf eine beklemmende, langsam eskalierende Atmosphäre des Unerklärlichen und der hilflosen Verzweiflung.
Die Geschichte folgt der durchschnittlichen US-amerikanischen Mittelstandsfamilie Barrett. Zunächst deuten nur seltsame, aber banale Vorfälle auf ein Eindringen ins heimische Idyll hin. Doch die Ereignisse werden immer bedrohlicher und irrationaler, während soziale wie finanzielle Krisen die Familie von innen unter Druck setzen. Die Stärke des Films liegt in dieser doppelten Bedrohungslage: Sind es psychische Probleme, ein Einbruch – oder etwas völlig Anderes? Keri Russell und Josh Hamilton überzeugen als gepeinigte Eltern, die an den Rand des Zusammenbruchs getrieben werden.
Der Film ist ein Hommage an Klassiker wie „Poltergeist“ und „Alien“, bleibt dabei aber eigenständig. Die Bedrohung bleibt lange Zeit unsichtbar und abstrakt, was ihre Wirkung nur steigert. Besonders hervorzuheben ist der Cameo-Auftritt von J.K. Simmons als paranoidem Experten, der in einer einzigen Szene die Regeln dieser neuen, kalten Angst meisterhaft erklärt.
Fazit: „Dark Skies“ ist ein unterbewertetes Juwel des modernen Psychothrillers. Er beweist, dass das Grauen nicht von grellen Monstern, sondern aus der Ohnmacht gegenüber einer unbegreiflichen, überlegenen Macht und dem Zerfall des vertrautesten Ortes – dem Zuhause – entsteht. Für Fans von intelligentem, atmosphärischem Horror und Sci-Fi jenseits von Actionspektakel ein absoluter Geheimtipp.